Unweit des Schlossplatzes gelegen, verbindet der Usinger Schlossgarten eindrucksvoll barocke Gartenkunst, bewegte Geschichte und naturnahe Erholung.
Die Ursprünge der Anlage reichen bis in das 17. Jahrhundert zurück. Unter Fürst Walrad von Nassau-Usingen entstand der Schlossgarten als Teil der damaligen Residenz. Anfang des 18. Jahrhunderts erhielt er vermutlich nach Plänen des bedeutenden Barockbaumeisters Maximilian von Welsch seine charakteristische Gestaltung mit aufwendig angelegten Terrassen, geometrisch gegliederten Gartenräumen und repräsentativen Sichtachsen. Später ergänzte ein Landschaftsgarten nach englischem Vorbild mit Teich, Insel und geschwungenen Wegen die Anlage und verlieh ihr einen neuen landschaftlichen Charakter.
Heute lädt der Schlossgarten zu entspannten Spaziergängen in historischem Ambiente ein. Im oberen Parkbereich erinnert das 1905 errichtete Denkmal an Fürst Walrad (1635–1702), den ersten Fürsten von Nassau-Usingen und prägenden Gestalter der ehemaligen Residenzstadt. Ein Brunnen, das historische Kriegerdenkmal sowie ein naturnah gestalteter Spielplatz ergänzen die vielseitige Parkanlage.
Vom einstigen Usinger Schloss sind heute nur noch wenige Zeugnisse erhalten. Umso eindrucksvoller bewahrt der Schlossgarten die Erinnerung an die fürstliche Vergangenheit der Stadt. Als bedeutendes Kulturdenkmal verbindet er Geschichte, Natur und Erholung auf besondere Weise und lädt dazu ein, die historische Entwicklung Usingens inmitten einer gepflegten Parklandschaft zu entdecken.
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