Das Äußere der Lutherkirche mit dem mächtigen Hauptturm und dem hohen Dach erinnert an das Lutherlied „Eine feste Burg ist unser Gott“. In der Komposition von Altar, Kanzel und Sängerbühne hat der Erbauer Friedrich Pützer 1911 nicht nur die Forderungen des Wiesbadener Programms aufgenommen, sondern alle Linien den Blick nach vorne lenken lassen, verstärkt durch eine leichte Absenkung zum Altar hin. Das Christusmonogramm leuchtet vom Zenith des Triumphbogens zwischen Alpha und Omega herab als das Zeichen der gnädigen Gegenwart Gottes, das auch im Portikus vor dem Hauptportal und in der Taufkapelle aufgenommen ist. Das Motiv der Weinranken, das sich von der Decke der Taufkapelle über das Bronzerelief an der Vorderseite des Altars bis hin zum Netzrippengewölbe und den Wänden des Kirchenraumes erstreckt, bildet sich in lebhaften Farben mit religiöser Bedeutung ab. Für lange Jahre war diese Bemalung hell übertüncht, bis 1992 die Malerei der Gebrüder Linnemann wiederhergestellt wurde. Die Lutherkirche ist eine der akustisch ausgewogendsten Kirchen Wiesbadens.
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