Die Kirche Maria Hilf in Wiesbaden zählt zu den bedeutenden katholischen Kirchenbauten der Stadt und befindet sich an einem erhöhten Standort im nördlichen Innenstadtbereich. Sie ist nach St. Bonifatius die zweite katholische Kirche im Zentrum und prägt mit ihrer Lage das Stadtbild deutlich.
Errichtet wurde die dreischiffige Pfeilerbasilika ab 1893 nach Plänen von Max Meckel im neoromanischen Stil. Mit ihren beiden markanten Türmen stellt sie einen bewussten architektonischen Kontrast zur Neogotik der Marktkirche und der Kirche St. Bonifatius dar. Als stilistisches Vorbild diente unter anderem der Limburger Dom.
Besondere kunsthistorische Elemente finden sich an mehreren Stellen des Bauwerks. Am südlichen Seiteneingang befindet sich das Tympanon mit einer Darstellung des Lammes Gottes, flankiert von zwei Engeln. Am nordöstlichen Vierungspfeiler steht eine über zwei Meter hohe Madonna aus weißem italienischem Marmor, geschaffen 1918 von Bildhauer Peter Feile. Im nördlichen Seitenschiff ist zudem eine kleinere Figur des heiligen Paulus zu sehen, die vermutlich aus dem 17. Jahrhundert stammt.
Ergänzt wird das historische Inventar durch neuere Ausstattungselemente wie die Sakramentskapelle und den Altar aus massiven Pappelholzblöcken, die im Jahr 2005 hinzugefügt wurden.
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