Im Gespräch: Prof. Dr. Hanna Christiansen, Klinische Kinder- und Jugendpsychologie, Prof. Dr. Ina Knoth, Musikwissenschaft, und Prof. Dr. Mathias Scharinger, Phonetik und Neurolinguistik Eintritt frei Diese Veranstaltung ist Teil der Schlossbegegnungen-Reihe mit dem Monatsthema "Maienrausch". Mai 2026: Maienrausch Wenn das Licht zurückkehrt und die Natur neu erblüht, geraten auch unsere Gefühle in Bewegung. Der Mai steht für Frühlingserwachen und Liebe in ihren vielen Facetten. Schon im Mittelalter wurde der Mai als Zeit der Minne besungen. Doch Liebe war nie nur höfisches Ideal, sondern auch verborgenes oder widerständiges, queeres Begehren. Maienrausch bedeutet Mut zur Sichtbarkeit – und die Bereitschaft, sich berühren zu lassen. Zur Liebe gehört nicht nur das romantische Versprechen, sondern auch ihr Schmerz. Neurobiologisch gleicht Verliebtheit einem Rausch: Botenstoffe verstärken Euphorie und Bindung – und machen zugleich verletzlich. Neben der Leidenschaft stehen freundschaftliche Liebe, Vertrauen und geteiltes Erleben ebenso wie Nächstenliebe – Mitgefühl, Fürsorge und Solidarität. Unsere Veranstaltungen greifen diese Facetten auf – historisch und gegenwärtig, poetisch und wissenschaftlich, romantisch, queer und solidarisch – und laden dazu ein, den Mai als Zeit intensiver Bewegung im Herzen und im Miteinander neu zu entdecken.
In conversation: Prof. Dr. Hanna Christiansen, Clinical Child and Adolescent Psychology, Prof. Dr. Ina Knoth, Musicology, and Prof. Dr. Mathias Scharinger, Phonetics and Neurolinguistics Free admission This event is part of the Schlossbegegnungen series with the monthly theme "Maienrausch". May 2026: Maienrausch When the light returns and nature blooms anew, our emotions are set in motion. May represents the awakening of spring and love in its many facets. Even in the Middle Ages, May was sung as a time of courtly love. However, love was never only a courtly ideal, but also hidden or resistant, queer desire. Maienrausch signifies the courage to be visible – and the willingness to be touched. Love encompasses not only romantic promises but also its pain. Neurobiologically, infatuation resembles a high: neurotransmitters amplify euphoria and bonding – while simultaneously making us vulnerable. Alongside passion, there is also friendship, trust, and shared experiences, as well as charity – compassion, care, and solidarity. Our events reflect these facets – historically and presently, poetically and scientifically, romantically, queer, and in solidarity – inviting us to rediscover May as a time of intense movement in the heart and togetherness.