Die Quellkirche wurde unter dem Erbacher Schenken Philipp IV. erbaut und im Jahre 1465 geweiht. Unter der südlichen Kirchhofsmauer tritt eine starke Quelle hervor, speist einen ehemaligen Waschplatz und ergießt sich in den nahen Euterbach. Die Quelle war der heiligen Ottilie geweiht, ihr Wasser wurde gegen Augen- und Frauenleiden genutzt. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Kirche zu einer vielbesuchten Marien-Wallfahrtsstätte. Zunehmender Verfall machte eine Umgestaltung im Jahre 1782 notwendig. Der Innenraum kann, geschützt durch eine Glasfront, eingesehen werden. Besichtigungen sind nach Absprache mit dem Gemeindebüro möglich. Der Schöllenbacher Flügelaltar aus dem Jahre 1515 gilt als ein besonders schönes spätgotisches Werk kirchlicher Kunst. Er wurde aufwändig restauriert und befindet sich heute in der Hubertuskapelle des Erbacher Schlosses.
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