Von dieser neuen Trassenführung des Limes mit Palisade, Graben und Wall zeugen rund um Walldürn zahlreiche konservierte Überreste die besichtigt werden können. Bei unterhaltsamen und fundierten Römerprogrammen können die Einblicke in das römische Provinzdasein vertieft werden.
Noch im 18. Jahrhundert soll der Limes bei Walldürn sichtbar gewesen sein. Als jedoch die Reichslimeskommission 1896/97 den Limes erforschte, musste das Kastellbad neu „entdeckt“ werden. Systematisch wurde es 1972/73 untersucht und als Soldatenbad des Reihentypus mit mehreren Bauphasen (nach Bränden)kategorisiert. Die konservierten Grundmauern lassen die Anlage gut nachvollziehen: Die Holzpfosten deuten die Umzugshalle an (Apodyterium). Die Aufteilung der Räume im steinernen Badgebäude und die Mustergruppe des rekonstruierten Bodenheizsystems (Hypokaustum) ist gut erkennbar. Die Kopie des Weihesteins verrät, wann das Bad nach seiner letzten Bauphase eingeweiht wurde und lässt Vermutungen über die staionierten Truppen zu (wohl Numerus-Soldaten aus Britannien). Die Schautafeln vermitteln einen guten Eindruck der Anlage. Neben dem Bad befand sich das Kastell Alteburg mit Lagerdorf. Nicht ausgegraben harrt es als archäologisches Reservat in der Erde. Man kann es jedoch in der Wiese an der kuppelartigen Erhebung erkennen.
Römerabteilung des Stadt- und Wallfahrtsmuseums Walldürn
Anhand von Karten, Fotos und präsentiertem Fundmaterial können Sie sich einen umfassenden Überblick über die Geschichte des Limes in Walldürn verschaffen.
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