Die Kirche wurde Mitte des 16. Jahrhunderts erstmals erwähnt und befand sich damals in Bernsfeld, einem Ortsteil von Mücke. Der beeindruckende Anblick des Fachwerks verdeutlicht die harte Arbeit, die vor rund 400 Jahren mit einfachen Werkzeugen in den Bau dieses kleinen Gotteshauses investiert wurde. Zu jener Zeit war die Kirchengemeinde oder der Kirchenkasten für die bauliche Verantwortung zuständig, wie es in einer alten Sage überliefert ist. Erst um das Jahr 1750 wurde die bürgerliche Gemeinde verpflichtet, für den Bau und die Instandhaltung der Kirche zu sorgen. Reparaturen wurden je nach Dringlichkeit und Umfang durchgeführt. Im Jahr 1953 erhielt die Kirche eine Neugestaltung. Bevor sie nach Ilsdorf umgesetzt wurde, wurde die Baulast an die Hessische Landeskirche in Darmstadt übertragen. Im Frühjahr 1983 entschied man seitens der Landeskirche, die Kirche nach Ilsdorf zu verlegen, nachdem in Bernsfeld bereits seit 1972 ein neues Gotteshaus errichtet worden war. Am 27. April 1983 fand der erste Spatenstich statt; nach gut zweieinhalb Jahren Bauzeit konnte am Heiligabend 1985 der erste Gottesdienst in der neuen Kirche in Ilsdorf gefeiert werden.Die Inneneinrichtung musste neu gestaltet werden, da das frühere Mobiliar anderweitig verwendet wurde. So wurden neue Bänke und Stühle angeschafft sowie Altargegenstände, Abendmahlskrüge und Taufzubehör beschafft. Die evangelische Kirchengemeinde Ilsdorf hatte neben kleineren Anschaffungen auch eine bedeutende Investition zu tätigen: den Kauf einer Orgel. Nach der Besichtigung einer Barockorgel aus dem Jahr 1750 entschloss man sich, diese zu erwerben. Es handelt sich um eine achtregistrige Orgel mit Pedalwerk und einem Manual. Das hölzerne Prospekt vermittelt an den drei unabhängigen Pfeifenträgern den beeindruckenden Stil der damaligen Bauweise; die gesamte Anzahl der Pfeifen beläuft sich auf 459, gefertigt aus Holz und Metall. Eine weitere Aufgabe war die Herstellung einer Kirchenglocke. Der Guss dieser Glocke fand am 10. Dezember 1985 in Anwesenheit von 191 Gemeindemitgliedern in der Firma Rincker in Sinn statt. Die Glocke wiegt 52 kg und ist auf den Ton b gestimmt. Nach Abschluss der Bauarbeiten wurde die Kirche am 23. März 1986 offiziell eingeweiht. Die Aufsicht während des Projekts lag bei den Diplom-Ingenieuren P. Weyrauch und H. Fiedler.
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