Sechs überlebensgroße Gussstein-Löwen mit mächtiger Mähne auf ursprünglich ionischen Doppelsäulen postiert, blicken in einer Höhe von über fünf Metern auf die Eintretenden herab. „Niesende Igel“ werden die Hoetger-Löwen von den nie um einen Spitznamen verlegenen Darmstädtern genannt. Die ebenfalls von Hoetger geschaffenen Torflügel mit den vorwärts stürmenden Reitern nehmen Bezug auf das umlaufende Fries im Parthenontempel der Akropolis in Athen.
1926 wurde das komplette Portal anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Künstlerkolonie in modifizierter Form an seinen neuen Standort – am Eingang der Rosenhöhe – versetzt, wo es bis heute steht.
Da Albin Müller die Löwen als zu wuchtig für seine Säulenkonstruktion empfand, schuf er sechs neue expressionistische Klinkerpfeiler, die eine Verbindung schaffen zu dem aus dem gleichen Material erbauten Hochzeitsturm.
Die Säulenreihe des einstigen Ausstellungstors fand Verwendung am Eingang zum Hochschulstadion am Böllenfalltor. 1971 ersetzte man die ursprünglich aus Kupfer getriebenen Torflügel durch Repliken aus Bronze, die von Hermann Tomada geschaffen wurden. Eines der Originale steht zwischen dem Oktogon und dem Eingang zum Museum Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe.
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