„Manchmal fühle ich mich wie eine Zimmerpflanze: Lebend in einem zu kleinen Topf, abgeschnitten von der Erde, entwurzelt, passend gemacht, haltlos, instabil, isoliert & jederzeit umsetzbar… Aber warum? Könnte ich mich mit „meinen Wurzeln“ wieder verbinden? Was würde ich, als deutsch-französischer Mischling mit NS- & Kolonialvorfahren, dort finden?“ Können wir Frieden schließen mit der Vergangenheit, die wir nicht mehr ändern können? Welchen Halt geben wir selbst denen, die kommen werden? Wir leben im Bindeglied zwischen dem was war & dem was sein wird. Wie gestalten wir im Jetzt die Vergangenheit der Zukunft?“ Das Stück ist eine Mischung aus Performance, Erzähl- und Tanztheater mit vielschichtigen visuellen Impulsen aus dem Zusammenspiel von Licht, Schatten und Filmprojektionen. Neben dem ursprünglichen Thema der Ahnen und Wurzeln tauchten in der Recherche auf einmal die Fragen nach dem Umgang mit unseren Kindern, der Monokultur in Mensch & Natur sowie dem Vererbten Erinnerungen in unseren Zellen auf… Karen Rémy wandelt durch verschiedene Ebenen, Zeit & Raum. Objekte, Video Projektionen, Schatten & Stimmen erinnern an Vorfahren & an das lebendige unterirdische Myzel. Im Laufe der knapp 65 Minuten wandelt sich das Bühnenbild und gibt immer tiefere Ebenen frei.
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