Angesichts aktueller politischer Entwicklungen lädt die Initiative Demokratische Zukunft Marburg (IDZMR) zu einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion unter dem Titel „AfD-Verbot oder Untergang? Mit Konservativen im Gespräch“ ein. Die Veranstaltung findet am 21. April 2026 von 19:00 bis 21:30 Uhr im TTZ Marburg statt (Einlass ab 18:30 Uhr). Im Fokus des Abends steht eine mögliche politische Zäsur: Erstmals könnte die AfD nach den Wahlen im Herbst in einem Bundesland den Ministerpräsidenten stellen. Ein solches Ergebnis wäre ein politischer Dammbruch – mit potenziell weitreichenden Folgen für die demokratische Ordnung in Deutschland. Diskutiert werden unter anderem die Risiken eines möglichen Dominoeffekts sowie die Frage, wie belastbar die demokratischen Institutionen in einer solchen Situation sind. Zugleich richtet sich der Blick auf die Rolle konservativer Kräfte. Die Diskussion um die sogenannte „Brandmauer“ gegenüber der AfD stellt insbesondere die CDU vor grundlegende Herausforderungen. Beobachter sehen darin auch eine strategische Zielsetzung der AfD, die auf eine Spaltung des konservativen Lagers abzielt. Vor diesem Hintergrund widmet sich die Veranstaltung zentralen Fragen: • Wie sollten Politik, Parteien und Zivilgesellschaft auf diese Entwicklungen reagieren? • Ist ein AfD-Parteiverbotsverfahren möglicherweise die letzte verbleibende Option zur Sicherung unserer demokratischen Verfassung? • Ist eine Zusammenarbeit demokratischer Parteien von links bis konservativ mit dem Ziel eines AfD-Parteiverbotsverfahrens überhaupt möglich? Was wäre dafür notwendig? Podiumsteilnehmer • Michel Friedman, Publizist, Jurist und Philosoph sowie Honorarprofessor an der Frankfurt University of Applied Sciences • Jens Seipp, Fraktionsvorsitzender der CDU Marburg • Thomas Spies, Oberbürgermeister der Universitätsstadt Marburg und Vorsitzender der SPD Hessen-Nord • Bijan Moini, Jurist, Autor und Legal Director der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) Die Diskussion wird moderiert von Jutta-Anna Schroer, Diplom-Psychologin und erfahrene Moderatorin. Teilnahme und Hinweise Die Veranstaltung ist kostenfrei und barrierefrei zugänglich. Spenden sind willkommen. Weitere Informationen, auch zur Einreichung von Publikumsfragen, finden Interessierte auf der Webseite der IDZMR.