Gabriel Faurés Requiem zählt zu den innigsten und zugleich tröstlichsten Vertonungen der katholischen Totenmesse. Anders als viele Requiem-Kompositionen des 19. Jahrhunderts verzichtet Fauré weitgehend auf dramatische Schilderungen des Jüngsten Gerichts und richtet den Blick stattdessen auf Frieden, Licht und Erlösung. Der berühmte Schlusssatz In paradisum zeichnet den Übergang in eine Welt des Trostes und der Ruhe – eine musikalische Vision des ewigen Friedens. Eingerahmt wird das Requiem von Robert Schumanns poetischen Skizzen für den Pedalflügel op. 56. Ihre stille, beinahe intime Klangsprache eröffnet den meditativen Charakter des Abends und lässt ihn nachklingen. Den Abschluss bildet Morten Lauridsens Sure on This Shining Night: eine schwebende Vertonung nächtlicher Schönheit und Hoffnung, die den Gedanken des In paradisum auf eindrucksvolle Weise in die Gegenwart weiterträgt.