Das Museum umfasst auch "die gemeindliche Seeheimer Schulsammlung", ein Geschenk des Lehrer-Ehepaares Witt an die Gemeinde, sowie den mit Schulklassen bespielbaren "Historischen Klassenraum einer einklassigen Bergsträßer Dorfschule zu großherzoglicher Zeit", gesammelt und aufgebaut von Jörg Schill. In einem originalgetreu eingerichteten Klassenzimmer wird der Schulalltag vergangener Jahrhunderte lebendig: Holzbänke, Schiefertafeln, alte Schulbücher und Zeugnisse erzählen davon, wie Kinder früher lernten, schrieben und erzogen wurden. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung des Schulwesens in Seeheim-Jugenheim – von den ersten Dorfschulen vor rund 400 Jahren bis zum modernen Bildungsstandort von heute. Das Besondere: Hier bleibt es nicht beim Zuschauen. Besucher können selbst Platz nehmen und eine „Unterrichtsstunde wie früher“ erleben – ein Format, das gerade für Familien, Gruppen und Schulklassen den Museumsbesuch zu einem echten Erlebnis macht. Die Ausstellung basiert auf einer über Jahrzehnte zusammengetragenen Sammlung und wird durch wechselnde Themen ergänzt, die den Bogen bis in die Gegenwart spannen. So entsteht ein lebendiger Ort, der nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Erinnerungen weckt und zum Austausch einlädt. Geöffnet ist das Schulmuseum regelmäßig am Sonntagnachmittag – ein idealer Zwischenstopp bei einem Spaziergang durch den historischen Ortskern oder als kleines kulturelles Highlight an der Bergstraße.