Schon von weitem grüßt die imposante Westfassade mit ihrer eleganten Freitreppe. Doch lassen Sie sich nicht täuschen: Hinter dem barocken Sandstein, den der Mainzer Meister Maximilian von Welsch meisterhaft gestaltete, schlägt ein fast tausendjähriges Herz. Die beiden stolzen Türme stammen bereits aus dem 12. Jahrhundert – ein ehrwürdiges Erbe der Romanik, das Welsch kunstvoll in sein barockes Meisterwerk integrierte. Wer das Kirchenschiff betritt, taucht ein in die lichte, lebensfrohe Welt des Rokokos. Die Deckenfresken von Matthäus Günther strahlen noch heute im originalen Kolorit von 1745, als wären sie erst gestern vollendet worden. Inmitten von goldenem Stuck und den virtuosen Arbeiten der Wessobrunner Meister spürt man die Sehnsucht der Benediktiner nach einem „lichteren Gotteshaus“, das sogar Kaiser und Könige beeindrucken sollte. Das Herzstück für Musikliebhaber ist die weltberühmte Stumm-Orgel. Mit über 5.100 Pfeifen und ihrem prachtvollen Prospekt gehört sie zu den größten und klanggewaltigsten Barockorgeln Deutschlands. Wenn ihr majestätischer Ton den Raum erfüllt, wird die Geschichte der Abtei, die 1803 an das Fürstenhaus zu Leiningen überging, lebendig. * Architektur mit Tiefe: Ein barockes Juwel, das seine romanischen Wurzeln stolz bewahrt hat. * Echtes Rokoko: Erleben Sie Kunstwerke von Weltruf, wie die Kanzel von van der Auwera und das Chorgitter von Markus Gattinger. * Authentizität: Bewundern Sie Farben und Details, die seit fast 300 Jahren nahezu unverändert geblieben sind. Lassen Sie sich verzaubern von der „Residenz Gottes“ – ein Besuch in Amorbach ist eine Reise in die glanzvollste Epoche des Odenwaldes.