Als Klostergründung des Hl. Bonifatius im Jahre 721 entstand die Stadt Amöneburg mit der markanten Silhouette auf einem Bergsporn rund 160 m über dem Amöneburger Becken. Der Bergsporn besteht aus zwei erloschenen Vulkanschloten. Auf dem „weniger großen“ stand die „Wenigenburg“, die heute eine Ruine ist, und auf dem größeren die namensgebende „Amanaburch“, eine Burg/Schloss oberhalb der Ohm. Vom einstigen Schloss und der historischen Befestigungsanlage ist noch allerhand erhalten, in den Kellergewölben gibt es immer wieder Ausstellungen. Der Mauerrundweg ermöglicht einen weiten Panoramablick auf 36 umliegende Ortschaften und weite Teile des Naturschutzgebietes Amöneburg, das eines der ältesten Hessens ist. Der Nationalen Geopark Vulkanregion Vogelsberg wird in Amöneburg eingeläutet. Erlebenswert sind der Audiovisuelle Rundgang „Amöneburger Häuser erzählen“, der Premiumwanderweg „Amanaburch Tour“, der Premium Spazierwandweg „Berger Erlebnismomente“ und die Geotouren „Stock und Stein“ und „Kreuz und Quer“, die zu einer imposant großen Säulenbasaltwand führen und einladen das Schweinsberger Moor zu erkunden. Als eine der ältesten Fachwerkstädte Hessens entfaltet das 365 m hoch gelegene Amöneburg mit den engen Gassen im alten Stadtkern und einem vielfältigen gastronomischen Angebot romantischen Charme. Hinter dem historischen Rathaus auf dem Marktplatz findet man das Naturschutz-Informations-Zentrum „NIZA“ und das Heimatkundliche Museum im ehemaligen Brauhaus. In der Marbacher Kirche sind alte Trockenmalereien der Hl. Elisabeth zutage getreten, die eines Ihrer Wunder, denen sie ihre Heiligsprechung verdankt, in Erfurtshausen vollbracht haben soll. An der alten, steinernen Ohmbrücke führt der Radfernweg R6 vorbei. Im Ausflugslokal Brücker Mühle, wo seit 1248 Getreide verarbeitet wird, kann noch heute traditionelle Mühlentechnik im Rahmen des interaktiven Mühlenmuseums bestaunt werden. Der britische König Charles hat sich an diesem Industriekulturdenkmal einst über biologische Nahrungsmittel erkundigt.
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