Weithin sichtbar erhebt sich der 365 m hohe Basaltkegel der Amöneburg aus der Ebene und ragt über das Tal der Ohm hinaus. An der 25 m hohen Ostwand, die Sie mit dem Auto erreichen (Straße: Steinweg) sind flach liegende Abkühlungssäulen aus Basanit zu sehen. Wie ein scheinbar chaotisches Bild zeigen sie in verschiedene Richtungen. Die Lage der Säulen lässt sich als Meilerstellung deuten, was darauf hinweist, dass sich hier vor 15 Millionen Jahren ein großer Krater voll Lava befand, die dann in Säulen senkrecht zur Abkühlungsfläche erkaltete. Das harte Material des Vulkankomplex war einst von weicherem Gestein umgeben, das im Lauf der Jahrmillionen abgetragen wurde. Im 19. Jahrhundert gab es mehrere Steinbrüche oder Orte mit Basaltvorkommen, aus denen die Stadt Amöneburg Steine für den Straßen- und Mauerbau oder Grenzsteine verkaufte. Vom Gipfel der Kuppe hat man eine phantastische Fernsicht auf die umliegenden Gebiete. Lohnenswert sind auch die Besichtigung der mittelalterlichen Schlossruine und die Kirche. Bei einem Rundgang durch die verwinkelten Gassen der historischen Altstadt und über den Marktplatz erzählen die Häuser über QR-Codes ihre Geschichte. Die Zufahrt in den Ort, vom Vogelsberg kommend, erfolgt über eine alte malerische Bogenbrücke an der Brücker Mühle.