Der Taufstein, mit einer Höhe von 773 m ü. NN, stellt die höchste Erhebung im Vogelsberg dar. Gemeinsam mit der Herchenhainer Höhe, dem Nesselberg, dem Hoherodskopf und dem Geiselstein bildet er einen sanften Kamm, der die Rhein-Weser-Wasserscheide markiert. Der Taufstein besteht aus einem grau-schwarzen, kompakten Basanit, der Einsprenglinge von Olivin und Klinopyroxen enthält. In der Matrix finden sich zudem Nephelin, Leuzit, Apatit und Erz; Biotit ist nur selten anzutreffen. Das Blockmeer an den nördlichen und westlichen Hängen des Taufsteins entstand während der Eiszeit durch Kryoturbation, bei der Frostbewegungen die Blöcke formten. Auf dem Gipfel des Taufsteins steht der Bismarckturm, der 1910 erbaut wurde. Der Türsturz auf der Aussichtsplattform besteht aus Londorfer Blasenbasalt. Dieser 22 Meter hohe Turm aus heimischem Basalt wurde zwischen 1906 und 1910 nach einem Entwurf des Architekten Ludwig Hofmann errichtet und dient als Aussichtsturm. Leider ist der Bismarckturm aufgrund von Bauschäden und Sicherheitsrisiken für Besucher bis auf Weiteres geschlossen.