Seit Anfang der 70er Jahre bilden die Dörfer Bannerod, Bermuthshain, Crainfeld, Grebenhain, Hartmannshain, Heisters, Herchenhain, Ilbeshausen, Metzlos, Metzlos-Gehaag, Nösberts-Weidmoos, Vaitshain, Volkartshain, Wünschen-Moos und Zahmen die Großgemeinde Grebenhain. Bereits seit dem Neunten Jahrhundert gibt es Nachweise für Siedlungen im heutigen Gemeindegebiet und die Via Regia sowie eine weitere historische Handelsstraße kreuzten wo heute Crainfeld ist. Beschauliche Fachwerkdörfer, umgeben von großflächigen Waldgebieten und sanften Anhöhen prägen die Gemeinde Grebenhain inmitten des Naturpark Vulkanregion Vogelsberg und des Nationalen Geoparks Vulkanregion Vogelberg. Besonders imposante Fachwerkbauten sind die in Privatbesitz befindliche Teufelsmühle in Ilbeshausen sowie der ebenfalls heute private Edelhof in Crainfeld, die beide vom Zimmermann Hans Muth errichtet wurden. Beim Bau der Teufelsmühle, sagt man, habe dieser im Wettstreit den Teufel besiegt, der daraufhin wütend aus einem der Giebelfenster auf nimmer Wiedersehen entflohen sei. Geschichtlich ist allerdings anzunehmen, dass die Bezeichnung Teufelsmühle eine Ableitung des Müllernamens Claes Tuveln ist, der die Mühle seit 1530 als Lehen betrieb. Die heutige Form des Gebäudes wurde 1691 erstellt. Bereits seit 1902 wird sie in der Denkmalliste des damaligen Großherzogtums Hessen geführt. Der 1685 erbaute Edelhof in Crainfeld ist das ehemalige Wohn- und Amtshaus der örtlichen Oberschultheiße, der Ortsgerichtbarkeit. Wanderer können auf dem 22 km langen Historischen Rundwandweg Grebenhain sehenswerte Kultur- und Naturdenkmäler und vier typische Vogelsbergdörfer erkunden. Auch der Vulkanring Vogelsberg und der Pilgerweg Bonifatius-Route queren die Gemeinde. Die Herchenhainer Höhe (733 m ü. NHN) ist die höchste Erhebung der Gemeinde und gleichermaßen ein beliebtes Ausflugsziel. Traumhafte Weitblicke über die abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft des Vogelsberges bis weit in die Rhön sind von hier möglich. Der mit acht Schautafeln zum Naturraum Vogelsberg, dem Vulkanismus und der Biodiversität des besonders schützenswerten Ökosystems ausgestatte, 9 km lange Premiumwanderweg Bergmähwiesenpfad startet hier. Auch der deutlich kürzere Familienpfad mit eigens für Kinder aufbereiteten Schautafeln und akustischer Begleitung mittels QR-Codes und Smartphone beginnt hier. Die Vogelsberger Bergmähwiesen sind ein Refugium für Magerpflanzen und Insekten, die Teil eines einzigartigen Ökosystems sind und bilden die größten Schutzflächen dieser Art in Hessen. Im Oberwald findet sich eine besonders hohe Dichte an Geotopen, Schaufenster in die Erdgeschichte der durch Vulkanismus entstandenen Region, um die sich allerhand Sagen ranken. Namen wie „Teufelstisch“ oder „Uhuklippen“ sowie „Bonifatiuskanzel“ lassen erahnen, wie die großen Basaltformationen die Bevölkerung schon immer bewegt haben. Noch bis ins Spätmittelalter wurde in Grebenhain Eisenerz abgebaut und verhüttet, ebenfalls ein Zeugnis des Vulkanismus, genau wie die Wasserscheide Rhein-Weser zwischen Grebenhain und Hartmannshain. Wo einst die Vogelsbergbahn zwischen Lauterbach und Gedern verkehrte, verläuft heute steigungsarm der Vulkanradweg. Er macht Genussradfahren wie auf Schienen möglich und verbindet die Grebenhainer Ortsteile Ilbeshausen-Hochwaldhausen, Vaitshain, Grebenhain, Crainfeld miteinander und führt dann vorbei an Bermuthshain und dem Oberwald nach Hartmannshain, wo eine Anbindung an den Südbahnradweg besteht. Auch über Crainfeld, die Mooser-Teiche und schließlich über Freiensteinau-Salz ist eine Querverbindung zum Südbahnradweg als Fahrradtrasse ausgebaut. Der Ortsteil Hochwaldhausen entstand erst ab 1903 als Landhauskolonie zur Nachkur von Patienten aus Bad Salzschlirf und wurde vom Kasseler Bäderunternehmer Jean Berlit gegründet. Während des Zweiten Weltkrieges war im Oberwald die MUNA (Munitionsanstalt) der deutschen Luftwaffe stationiert. Heute erinnert das MUNA Museum in Bermuthshain an die bewegte Geschichte. Aus den erhalten gebliebenen Wohn- und Arbeitsbereichen der Munitionsanstalt entwickelte sich nach 1945 der Ortsteil Oberwald. An schneereichen Tagen im Winter findet sich im Oberwald ein großes Loipennetz. An der Herchenhainer Höhe wird von einem Verein ein Skilift betrieben und ermöglich bei passender Wetterlage genussvolles Ski-Alpin-Fahren sowie Rodeln. In Schotten-Breungeshain ist das Gerippe der ehemaligen Skisprungschanze sehenswert, zumal von deren Plateau aus ein sagenhafter Panoramablick möglich ist.
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